14.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien und Österreich diskutierten bei der dritten seliger-online-Veranstaltung „Brünn – Hauptstadt der demokratischen Sudetendeutschen“ über die demokratische und sozialdemokratische Tradition der mährischen Metropole.
Die Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Christa Naaß, begrüßte unter den Gästen auch die Wenzel-Jaksch-Preisträgerin Hanna Zakhari, langjährige Vorsitzende des deutschen Kulturvereins in Brünn. Naaß verwies darauf, dass der Sudetendeutsche Tag 2026 erstmals in Tschechien in Brünn stattfinden werde. Die Veranstaltung solle daher auch zur Vorbereitung auf dieses historische Treffen dienen. Für die Seliger-Gemeinde sei es wichtig hervorzuheben, dass Brünn nicht nur ein Ort deutsch-tschechischer Verständigung, sondern auch eine Stadt mit einer reichen sudetendeutschen sozialdemokratischen Tradition sei. Geplant seien unter anderem eine Ausstellung zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie in Brünn sowie eine Diskussionsveranstaltung über Brünn als Zentrum sozialdemokratischen Exils im Jahr 1934.
14.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Diskussionsveranstaltung 2
„Mut zum Unmut“ und die Geschichte einer Aussiger Familie
Im Rahmen des Sudetendeutschen Tages 2026 lädt die Seliger-Gemeinde am 23. Mai von 16.30 bis 18.00 Uhr zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Mut zum Unmut oder ‚Aus der Geschichte meiner Aussiger Familie‘“ steht die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Widerspruch, Kritik und demokratische Unruhe für das Funktionieren von Demokratie spielen.
Ausgangspunkt der Diskussion ist das aktuelle Buch „Mut zum Unmut“ des Journalisten Paul Starzmann, das er gemeinsam mit Matthias Meisner veröffentlicht hat. Darin plädieren die Autoren für eine lebendige demokratische Kultur, die nicht ohne eine gewisse Form von Widerspenstigkeit und kritischer Renitenz auskommt. Demokratie, so die zentrale These, brauche den konstruktiven Unmut, um stabil und zukunftsfähig zu bleiben.
14.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Diskussionsveranstaltung 1
Brünn als Zentrum demokratischen Exils nach 1934
Im Rahmen des Sudetendeutschen Tages 2026 lädt die Seliger-Gemeinde am 23. Mai von 14.30 bis 16.00 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Brünn 34: ein kleiner Blick in die tschechisch-österreichische Demokratiegeschichte“ ein.
Die Veranstaltung widmet sich einem bedeutenden, oft wenig beachteten Kapitel europäischer Zeitgeschichte: den Folgen des Februaraufstands 1934 in Österreich und der Rolle Brünns als Zufluchtsort und Zentrum des demokratischen Widerstands. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Sozialdemokratie durch das austrofaschistische Dollfuß-Regime wurden zahlreiche führende Vertreter zur Flucht gezwungen. In der damaligen Tschechoslowakei fanden sie Schutz – insbesondere in Brünn, wo sich eine Exilorganisation formierte, die den Kampf für ein freies und demokratisches Österreich fortsetzte.
11.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Deutsch-tschechische Projekte langfristig gesichert
Deutschland und Tschechien wollen ihre zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit langfristig absichern. Der tschechische Außenminister Petr Macinka und sein deutscher Amtskollege Johann Wadephul unterzeichneten am 8. Mai in Berlin ein Memorandum zur Verlängerung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bis zum Jahr 2037. Damit wird die Finanzierung gemeinsamer Projekte für weitere zehn Jahre garantiert.
11.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
.
Familie Hieke - hintere Reihe von links Wilhelm, Emil, Alois. Vordere Reihe Viktor, Josefine, Leo - Foto: Familienarchiv Hieke - mit Graham Hieke 2026
Familie in großer Geschichte
Die Spurensuche der Familie Hieke aus Fischern bei Karlsbad
Beim Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde 2026 stand unter anderem die Geschichte der sozialdemokratischen Familie Hieke aus Fischern bei Karlsbad im Mittelpunkt. Der Programmpunkt (Exkursion und Vortrag) verband Einblicke in die Geschichte der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) im Raum Karlsbad mit der persönlichen Spurensuche von Graham Hieke, einem (Ur-)Enkel der Familie.
Graham Hieke, heute Sozialwissenschaftler an der University of Surrey, begann vor rund zehn Jahren damit, die Geschichte seiner Familie zu erforschen. Ausgangspunkt waren Einbürgerungsunterlagen seiner Vorfahren in Großbritannien. Darin hatten Familienmitglieder ihre Lebenswege schriftlich festgehalten. Ergänzt werden diese Quellen durch Briefe in deutscher Sprache, die Graham Hieke nach und nach übersetzen lässt. Beim Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde stellte er seine Erkenntnisse vor.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
Zur Jubiläumsseite - Zum Geburtstags-Tagebuch